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Evangelische
Kirchengemeinde
Sankt Marien in Grimmen
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Entstehung und Baugeschichte Oft wurden Kirchen, die für den Gottesdienst der Bevölkerung eines Ortes gebaut wurden (im Unterschied zu den Klosterkirchen), nach Maria, der Mutter Jesu, benannt. Für die Kirchengeschichte Grimmens sind folgende Jahreszahlen von großer Bedeutung: 1267 wird der Ort Grimmen erstmals urkundlich erwähnt. 1278 wird Conrad als Pleban (Pastor für das Volk) genannt. Neben der Kirche befanden sich in Grimmen noch sechs Kapellen: St. Andreas, St. Georg, St. Gertrud, St. Jacob (Kapelle für Wanderer/heute Geschwister-Scholl-Straße), Kapelle zum Heiligen Leichnam (heute Kleine-Leichnam-Straße) und St. Spiritus (Altenheim). Mitte des 18. Jahrhunderts waren diese mittelalterlichen Kapellen nicht mehr vorhanden. 1455 wird der Universität Greifswald in ihrem Gründungsjahr das Patronat über die Grimmer Kirche verliehen, das in der Besetzung des Superintendenten durch die Theologische Fakultät bis 1945 wahrgenommen wurde. Die Kirche wurde seit der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Zunächst entstand eine frühgotische Hallenkirche von fünf Jochen. Der kreuzrippengewölbte Hallenchor mit Umgang wurde im 15. Jahrhundert angefügt. Spätestens in dieser Zeit wurde auch der Turm vor dem westlichen Giebel errichtet. Die Marienkirche hat im Laufe der Jahrhunderte einige Veränderungen und Umbauten erfahren. Bis heute prägend ist die im 19. Jahrhundert erfolgte neugotische Umgestaltung fast der gesamten Kirche: Chorraum, Taufkapelle, Gestühl, Orgelchor, Verkleinerung der Fenster im Hauptschiff, Abschluss des Kirchenschiffes von Turm und Chorraum durch Seitenvermauerung und Türen. Von August 1976 bis Mai 1977 wurde die Kirche umfassend restauriert. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Denkmalpflege Schwerin und unter Leitung des Restaurators Herrn Gürke aus Stralsund, wurden die Arbeiten von der PGH Maler aus Grimmen durchgeführt. Der Befund der mittelalterlichen Ausmalung wurde freigelegt und entsprechend dem Originalzustand rekonstruiert. Dabei wurden gut erhaltene Partien der ursprünglichen Fassung in die Neugestaltung einbezogen (siehe Chorraum: pflanzliche Motive und „Drolerie-Köpfe“, die vorerst gesichert wurden, um zu einem späteren Zeitpunkt restauriert zu werden). Die Finanzierung dieser Arbeiten erfolgte aus Spenden der Bürger. Auf dem Kirchplatz wurden bis ins 19. Jahrhundert hinein noch Bestattungen vorgenommen. Die altgotische Kirchhofsmauer wurde im 19. Jahrhundert zusammen mit der Agneskapelle, die im Südteil der Kirche angebaut war, abgebrochen. Noch heute steht im Nordwesten der Kirche die Mauritiuskapelle, die vom 17. bis ins 20. Jahrhundert hinein als Begräbnisraum genutzt wurde. In der Kapelle befinden sich 15 teilweise kunstvoll gestaltete Zink- und Eichensärge von Vorfahren der ehemals in Klevenow beheimateten Adelsfamilie von Lancken- Wackenitz. Im Nordosten der Kirche befindet sich ein weiterer, allerdings zweigeschossiger Sakristeianbau. Er wurde lange Zeit als Sakristei und Jugendraum genutzt. Auf dem Kirchenplatz steht auch das alte Küsterhaus, in dem einst der Direktorder Schule, der die Orgel spielte und die Aufsicht über die Schule führte, wohnte. Der Kirchplatz wurde 1958 neu angelegt und in den 90er Jahren im Südbereich nochmals umgestaltet. Dem Kirchturm gegenüber in der Schulstraße stehen weitere ursprünglich in kirchlicher Nutzung befindliche Häuser. Aus Backsteinen erbaut ist das alte Kalandhaus. Der Kaland war eine Art fromme Pastorengewerkschaft im Mittelalter. Später wurde dieses Haus als Schule genutzt. Unweit davon befindet sich das alte Armenhaus, das nach dem Krieg noch als kirchliches Altenstift diente. In der Domstraße 7 befindet sich die ehemalige Superintendentur. Sie beherbergt heute ein Gemeindezentrum und die Pfarrwohnung. aus dem Kirchenführer
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